Kitesurfguide – Fuerteventura

Kitesurfen Fuerteventura

Alle Informationen für deinen Kiteurlaub auf Fuerteventura

Kitesurfen Fuerteventura – Die kanarische Insel ist eines der beliebtesten Reiseziele für Kitesurfer aus Deutschland. Eine extreme Windsicherheit, milde Temperaturen, eine kurze Anreise und absolut vertretbare Preise sind die wichtigsten Faktoren für eine Kitereise nach Fuerteventura. Neben vielen Spots im Norden und Süden findet man auch noch weiteres Sehenswertes auf der Insel. Alle Informationen über Kitesurfen auf Fuerteventura, Unterkünfte für Kitesurfer und ein geeignetes Alternativprogramm findet ihr in diesem Guide.

Saison: Jan - Dez / Wasser: Kabbel, Welle, Flachwasser / Wind: 80%+

Die beste Reisezeit

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Bei einem Spot der theoretisch das ganze Jahr befahrbar ist, ist das immer eine schwierige Frage. Der Sommer ist windig aber voll, der Rest ist etwas weniger windig aber deutlich leerer. Hier gibt es mehr Informationen zur Reisezeit.

In den Sommermonaten reicht ein Shorty. Herbst, Winter und Frühling sollte der Neo lang sein und min. 3/2mm.

Im Idealfall alles mitnehmen was geht. Ansonsten im Sommer eher kleine Schirme (75kg; 7-11qm), im Winter auch große (75kg; 9-14qm).

Ja das geht gut, auch wenn die Spots voll sind. Im Anfängerbereich findest du eine Übersicht aller Kiteschulen und Anfängerspots auf Fuerteventura.

Da es nicht übermäßig viele gibt, solltet ihr euch alle mal ansehen. Vorausgesetzt ihr habt die Erfahrung und das Können für die Spots. Anfänger sind in Sotavento gut aufgehoben. Hier gibt es mehr Informationen zu den Kitespots auf Fuerte.

Wind & Wetter auf Fuerteventura

Die Kanaren und so auch Fuerteventura haben ein absolut angenehmes Klima – das ganze Jahr über. Aufgrund der Nähe zu Marokko und dem afrikanischen Kontinent ist es auf Fuerteventura etwas trockener. Bei Maximaltemperaturen von 29° im Juli und August kommt aber keine richtige Wüstenstimmung auf. Im Februar und März ist es mit 17° Wassertemperatur am kältesten für Kitesurfer.

Wind

Fuerteventura steht unter Einfluss des Nordost Passats. Mit steigenden Temperaturen im Sommer, nimmt auch die Windwahrscheinlichkeit zu. Lokale Thermik und Düseneffekte verstärken den Passat an vielen Spots, sodass zwischen Juni und September an einigen Orten eine Windausbeute von 100% möglich ist. Dies gilt vor allem für den Süden der Insel, denn hier wird der Wind durch einen Düseneffekt vor Sotavento beschleunigt und etwas umgelenkt und weht an der Ostküste schräg ablandig. Selbst in den Wintermonaten gibt es noch eine Windwahrscheinlichkeit von über 60%, auch wenn sich hier der Passatwind nicht immer durchsetzen kann.

Windvorhersage lesen

Durch die Thermik, Düseneffekte und lokale Wetterphänomene ist es immer etwas tricky. Der Wind nimmt meist bis zum Nachmittag zu und wird dann schwächer. Dies trifft jedoch nicht immer ein. Wichtig ist die Windrichtung, steht Nordost auf dem Zettel wird der Passat wehen. Sollte mal weniger als 7 knt. angezeigt werden, lohnt es sich nach einer Alternative umzusehen. Ansonsten sind die Vorhersagen recht zuverlässig aber in der Stärke nicht immer ganz korrekt.

Wetter

Im Gegensatz zu den anderen kanarischen Inseln fehlen auf Fuerteventura große Berge und Erhebungen, wodurch sich weniger Wolken bilden und es weniger regnet. Klingt erstmal gut, jedoch verpuffen selbst die wenigen Niederschläge im Winter und führen zu einer Versteppung auf der Insel, was zu einem recht kahlen Landschaftsbild führt. Sonnenstunden gibt es auf der Insel daher auch genug. Die Temperaturen sind das ganze Jahr über angenehm, es sei denn der Scirocco setzt sich durch und bringt heiße Luft aus Nordafrika. Dann steigen die Temperaturen plötzlich um ca. 10° für drei bis vier Tage. Länger setzt sich der Scirocco für gewöhnlich nicht durch. Auch im Winter kann eine Kitereise nach Fuerteventura angetreten werden. Temperaturen um 20° und Wassertemperaturen knapp darunter sind mit einem langen Neo mehr als erträglich verglichen mit den Temperaturen in Deutschland.

Kitespots auf Fuerteventura

Fuerteventura bietet eine gute Auswahl an Kitespots, die sich vor allem auf den Norden und Süden der Insel konzentrieren. Hier finden Anfänger und weiter Fortgeschrittene von stehtiefen Lagunen bis hin zum Wellenspot alles was sie brauchen.

Flag Beach

Der Flag Beach in Corralejo ist einer der beliebtesten Spots für Kitesurfer auf der Insel. Die Bucht mit klarem, türkisenem Wasser ist super schön, der breite Sandstrand sorgt für genug Platz und das richtige Feeling. Der Wind kommt Sideshore und sehr konstant von links. Der Wind legt dabei jedoch meist erst gegen Nachmittag richtig los. Den Einstieg versüßt ein kleiner Shorebreak, was erahnen lässt, dass es hier keinen Stehbereich gibt. Für Anfänger ist dieser Spot daher nicht zu empfehlen. Je nach Tidenstand und Windgeschwindigkeit entstehen kleinere und größere Wellen bis zu 2m. Jedoch ist es trotzdem auch ein guter Spot für Welleneinsteiger. Im Winter können die Wellen auch noch größer werden. Geparkt werden kann an der Straße, bis zum Strand sind es dann noch 150m. Direkt am Spot gibt es ein Kite-Center mit Materialverleih. Außerdem ist der Strand in verschiedene Zonen eigeteilt, ihr solltet also kurz gucken wo ihr hin müsst.

Glass Beach

Am selben Strand wie der Flag Beach befindet sich der Glass Beach, der ähnliche Bedingungen bietet, jedoch läuft hier links vom Einstieg eine saubere Welle, die über einem Lavariff bricht. Wenn gegen Nachmittag der Passat einsetzt wird es meist unattraktiv für Wellenreiter, so dass man sich meist nicht in die Quere kommt. Da ihr als Kitesurfer aber schneller hin und her kommt, macht einfach einen großen Bogen um die Wellenreiter oder geht zum Flag Beach wenn hier zu viele Surfer im Wasser sind.

El Cotillo

Ebenfalls ein Spot im Norden, der Kitesurfern einiges abverlangt. Der Strand fällt leicht ab, trotzdem rollen die Wellen bis auf den Strand. Sobald der Passat mehr auf Nord dreht, werden die Wellen hier gute 2m hoch und brechen auch noch weit vorne, was den Einstieg extrem knifflig macht. Besser sind da die Bedingungen im Sommer wenn der Wind aus Nordost kommt. Dann kommt der Wind Sideoffshore und drückt die Wellen etwas runter. Für Kitesurfer definitiv besser, aber ein entspannter und einfacher Spot ist es dennoch nicht.

Sotavento

In Sotavento wird der Wind durch die Berge gedrückt und dabei beschleunigt und etwas gedreht. Hier ist der Wind Sideoffshore und meist sehr stark und sehr böig. Man kann Tidenunabhängig auf dem Meer kiten und zudem gibt es noch eine Lagune, dies jedoch nicht immer genügend Wasser hat und überfüllt mit Anfängern ist. Den Wasserstand der Lagune könnt ihr hier Checken. Ideal ist Hochwasser gegen Mittag um davor und danach dort zu fahren. Auf dem Meer sind ebenfalls meist hunderte Kitesurfer, die sich jedoch ganz gut verteilen. Der Wind drückt das Wasser relativ platt, etwas kabellig ist es dennoch. Wer gerade erst die ersten Meter fährt hat trotz Rescue-Service für 50€ jedoch nichts bei Sideoffshore Wind auf dem offenen Meer zu suchen, besonders bei der Stärke des Windes und den Böen! Da die Lagune aufgrund der guten Bedingungen schon voll mit Anfängern ist, weichen viele Aufsteiger dennoch aufs Meer aus, was immer wieder zu vielen Rescue-Aktionen führt. Bei Sotavento spalten sich die Geister. Einige mögen den Spot sehr gerne, andere überhaupt nicht. Insgesamt ist Sotavento bis ins letzte Detail kommerzialisiert, es gibt für alles Regeln und es sind super viele Menschen unterwegs, die nicht so recht wissen was sie tun. Hier muss jeder selbst wissen, was die eigenen Präferenzen sind.

La Pared

Ein Kitespot für absolute Könner. Die Wellen sind sehr hoch und der Wind kommt auflandig. Es ist etwas weniger Wind als in Sotavento und deutlich konstanter. Der Spot liegt an der Westküste und geht bei Nordwest aber der Spot eignet sich nur für erfahrene Kitesurfer.

Playa de Jandia

Der Playa de Jandia liegt ganz im Süden der Insel, noch unter der Lagune und eignet sich bei südlichen Windrichtungen. Im Sommer ist der Strand jedoch voll mit Badegästen, daher lohnt sich ein Besuch nur in der Nebensaison aber wann ist schon mal Südwind auf Fuerteventura.

Matas Blancas

Wenn der Wind in Sotavento richtig ins Gesicht drückt und kleine Wellen aufschiebt ist Matas Blancas eine Alternative. Der ablandige Wind und die abknickende Küste lassen nicht mal eine kleine Welle zu. Wenn der wird zu nördlich kommt, ist der Sport jedoch noch hinter der Abdeckung und nicht befahrbar. Auch dieser Spot ist nur für erfahrene Kiter geeignet das der Wind ablandig ist und die Küste abknickt und ihr aufs offene Meer gezogen werdet.

Northshore

Im Norden der Insel verläuft eine Straße entlang der Küste zwischen Corralejo und El Cotillo. Auf dieser Straße kannst du entlang fahren und dir einen schönen Platz zum aufbauen suchen und in die Wellen gehen. Hier findest du jedoch immer jede Menge Felsen, Steine, Strömungen und hohe Wellen. Wer erfahren ist und einen unberührten Spot sucht, wird hier fündig.

Kiten Lernen auf Fuerte

Fuerteventura ist vor allem bekannt für die Lagune von Sotavento, wo in der Tat sehr gute Bedingungen für Anfänger und zum Kitesurfern lernen herrschen. Da die Lagune relativ voll ist, sind nur vier Kiteschulen berechtigt Schulungen in der Lagune durchzuführen (Rene Egli, Chris Dick, Ion Club und Surfers Island). In der Lagune ist jedoch nicht immer Wasser, was manchmal etwas nervig sein kann und man trotz Wind nicht raus kann. Ihr könnt stehen, das Wasser ist glatt aber es sind sehr viele andere Anfänger da und das Platzangebot ist recht begrenzt. Wer keine Angst vor tiefem Wasser hat, kann auch im Norden zur Magma Schule oder Fuerteventura Kiteschool gehen, die sich mit den Schülern ins tiefe Wasser wagen. Hier ist der Lernerfolg evtl. nicht ganz so gut wie in der Lagune, das hängt aber von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Hier findest du weitere Informationen, wie du schnell und sicher Kitesurfen lernst.

Kiteschulen vor Ort

  • Kiteunterricht in DE, EN, SP, FR, IT
  • Zugang zur Lagune
  • North Material
  • Surfen, Windsurfen, SUP, etc.
  • VDWS Lizensiert
  • Kiteunterricht in DE, EN, SP, FR, IT
  • Zugang zur Lagune
  • Cabrinha Material
  • Surfen, Windsurfen, SUP, etc.
  • Unterkünfte
  • IKO Lizensiert
  • Kiteunterricht in DE, EN, SP, FR, IT
  • Zugang zur Lagune
  • Slingshot Material
  • Unterkünfte
  • WWS Lizensiert
  • Kiteunterricht in EN, SP, FR
  • Cabrinha Material
  • Surfen, Yoga, SUP, Tauchen, etc.
  • Unterkünfte
  • Kiteunterricht in DE, EN, SP, FR
  • Airush Material
  • Zugang zur Lagune
  • Surfen, Segeln, etc.
  • Unterkünfte
  • VDWS Lizensiert
  • Kiteunterricht in EN, SP
  • North Material
  • Surfen, Segeln, Tauchen, etc.
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Unterkünfte für Kitesurfer

Bei den Unterkünften solltet ihr euch entscheiden ob ihr im Süden oder im Norden der Insel kiten gehen wollt. Wir haben euch schöne Unterkünfte in der Nähe der Spots herausgesucht.

Villas Lola Paradise
Im Norden direkt am Strand, ca. 60€/p.P.
Bristol Sunset Beach
Stylische Unterkunft im Norden, ca. 30€/p.P.
Casita de Charme
Romantisches Häuschen im Norden, ca. 20€/p.P.
Sol Beach House
Direkt an der Lagune im Süden, ca. 75€/p.P.
Gran Atlantic Seaview
Apartment an der Lagune, ca. 30€/p.P.
Villa Marina
Ferienhaus in der Nähe der Lagune, ca. 20€/p.P.
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Alternativen für windlose tage

Fuerteventura hat landschaftlich leider nicht so viel zu bieten wie die Nachbarinseln. Trotzdem kann man Tage ohne Wind sehr gut nutzen um verschiedenen Aktivitäten nachzugehen.

Besonders im Winter gibt es auf Fuerte richtig gute Wellen zum Wellenreiten. Auch für Anfänger findet sich eine gute Welle. Die besten Wellen und Surfschulen findet ihr im Norden der Insel. Hier gibt es genug Auswahl für richtig guten Swell und viel Spaß im Wasser.

Wer auch gerne unter Wasser ist, kann Schnorcheln oder Tauchen gehen auf Fuerteventura. Die Unterwasserwelt ist jedoch nicht so prächtig wie an manch anderen Orten und die Tauchgänge sind relativ teuer. Schnorcheln ist daher vielleicht eine gute Alternative und auch für Kinder eine gute Beschäftigung.

Wer das Nachtleben von Fuerteventura genießen möchte, findet in der kleinen Hafenstadt Corralejo eine gute Mischung aus Bars und Clubs und einen positiven Vibe unter den Urlaubern.

Reiseinfos

Zum Schluss noch einige wichtige Informationen zu den Kosten, Flügen, Mietwagen und anderen allgemeinen Themen für deinen Aufenthalt auf Fuerteventura.

Reisezeit

Fuerte kann das ganze Jahr über zum Kiten bereist werden. Von Mai bis September habt ihr die meisten Sonnenstunden, die höchsten Temperaturen und den beständigsten Wind. Im Winter gibt es die besten Wellen und die wenigsten Kiter auf dem Wasser. Je nach dem was euch lieber ist sollte eure Reisezeit bestimmen.

Anreise

Der Flughafen von Fuerteventura (FUE) ist in unter 5 Std. zu erreichen und wird von vielen deutschen Flughäfen (Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Bremen, Köln, München und Stuttgart) direkt angeflogen. Mit Ryanair ab Bremen für teilweise deutlich unter 100€. Condor, Iberia und TUI fliegen von den anderen Flughäfen für rund 250€ in der Hauptsaison.

Transport

Am Flughafen solltet ihr euch direkt einen Mietwagen für ein paar Euro am Tag leihen, auf der Insel kommt man ohne Mietwagen eigentlich kaum aus, es sei denn ihr seid nur kurz da und wollt lediglich an einem Spot kiten. Dies bietet sich z.B. für die Lagune im Süden an. Wenn man etwas sehen und die Insel erkunden möchte und vielleicht noch die ein oder andere Aktivität mitnehmen möchte, ist ein Mietwagen unabdingbar.

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Sicherheit

Auf Fuerteventura tummeln sich jede Menge Touristen und das nutzen auch viele aus. Man hört immer wieder von Überfällen mit Gewalt, besonders im Dunkeln in den Partyorten. Es passiert sicherlich nicht ständig aber auch nicht gerade selten. Geht am besten immer mit einer Gruppe bei Nacht durch die Straßen oder lasst euch direkt ein Taxi rufen, wenn ihr zurück möchtet.

Kosten

Vor allem pauschal kann man in Fuerteventura richtig gute Deals machen. Eine Woche für 350€ inkl. Flug und Hotel kann man sicher mal schießen, wenn man keine hohen Ansprüche hat. Generell ist das Preisniveau für eine so touristische Insel auch absolut OK.

Flug

ab 75€

Flüge finden >

Unterkunft

ab 20€

Bier

ab 3€

Mietwagen

ab 10€

Fuerteventura Kitesurf Karte

Fazit

Fuerteventura ist schnell zu erreichen, fast immer windig und sonnig. Das sind die Vorteile. Volle Spots, viele Anfänger und ein sehr kommerzielles Ambiente sind die Nachteile. Wer jedoch schon gut Kitesurfen kann und in den Norden reist, ein wenig unterwegs ist und verschiedene Orte ansieht, kann auch auf Fuerte einen sehr schönen, ruhigen Urlaub verbringen. Wir bevorzugen die Nebensaison und verzichten auf ein paar Prozent Wind und gehen an den windarmen Tagen einfach Wellenreiten. In der Nebensaison ist die Insel einfach entspannter und ruhiger, auch wenn der Wind nicht ganz so beständig ist. Natürlich kann man Fuerteventura auch gut im Sommer besuchen, um einfach ein paar Tage wieder auf dem Wasser zu sein und dem grauen und kalten Wetter zu entfliehen.